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Konzept
(Kurzfassung)
- Schulkritik hilft den Betroffenen
der Schul- und Bildungsmisere durch Förderung
von Kritikfähigkeit und Zivilcourage, ihre Interessen
selbstbewusst wahrzunehmen. Bei Problemen und Konflikten
soll immer zuerst die Möglichkeit einer Verständigung
– der „friedlichen” Auseinandersetzung
ohne Eskalation – wahrgenommen werden. Diesen
Aufgaben widmet sich die Arbeitsgruppe zur Website
www.dialog-in-bildung.de.
- Bleibt der Dialog erfolglos,
wird die Angelegenheit an www.schulkritik.de weitergegeben.
Bemühungen um eine Konfliktlösung wechseln
nun ebenso friedlich auf eine höhere Ebene: in
die öffentliche Diskussion der Angelegenheit
durch Einsatz moderner Möglichkeiten der überregionalen
Informationsvermittlung (Internet).
- Ist eine Lösung auch
jetzt noch nicht in Sicht, greift die nächsthöhere
Stufe friedlicher Auseinandersetzung auf überregional
verbreitete Printmedien, d. h. auf eher konventionelle
Methoden zurück. Die erneute Steigerung liegt
darin, dass sich gedruckte Missstände weder löschen
noch in ein Archiv verbannen lassen. Nicht nur die
betreffende Schule, sondern ebenso der Aufsicht führende
Schulleiter und die verantwortlichen Politiker sind
auch historisch greifbar und vermitteln der Nachwelt
ihre Auffassung von Bildungskultur in einer zeitlichen
wie auch örtlichen Dimension. Deren Kindern und
Enkeln sei es dann vergönnt, in den Schulen der
Zukunft aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen
…
Dialog
in Bildung
… ist eine Gründung
des Bildungsvereins „Schulkritik” zusammen
mit anderen gemeinnützigen Vereinen mit dem Ziel,
die Schule transparenter zu gestalten: Ein Versuch,
das Konfliktmanagement des staatlichen Schulsystems
„von außen“ zu demokratisieren, weil
ernsthafte Bemühungen um entsprechende „Reformimpulse
von innen” auch nach mehr als 40 Jahren Bildungsmisere
kaum erkennbar sind.
Das Mittel hierzu ist zunächst
der Dialog. Gespräche sind die schnellste und einfachste
Möglichkeit einer jeden Konfliktlösung. Nach
Einschaltung von Mitarbeitern des „Dialog-in-Bildung”
- Projekts stehen die Betroffenen einer übermächtigen
Bildungsbürokratie zumindest nicht alleine gegenüber.
Doch auch die Gegenseite profitiert, indem sie sich
mit kompetenten Gesprächs- und Verhandlungspartnern
auseinandersetzen kann.
Öffentliche Diskussion
Leider ist nicht immer eine übereinstimmend
befriedigende Lösung erzielbar. In solchen Fällen
sei zunächst davon auszugehen, dass die staatliche
Schulaufsicht (Lehrer, Schulleiter, Schulamt, Kultusministerium,
Politiker) in fachlicher, rechtlicher wie auch moralischer
Hinsicht richtig entschieden hat. Und für Problemlösungen
und Verfahrensweisen auf einem festen Fundament braucht
sich niemand zu schämen! Folglich lassen sich als
gut und richtig erkannte Entscheidungen bedenkenlos
auch öffentlich vertreten und diskutieren (Transparenz).
Dabei zu glänzen, sollte den Verantwortlichen eine
Freude sein! Doch es ist oft keine Freude – und
wir alle kennen mögliche Gründe.
Ausgangslage
Probleme oder Konflikte im Schulbereich
enden allzu oft mit großer Enttäuschung der
Betroffenen: Behörden und pädagogisch geschultes
Lehrpersonal erweisen sich den Eltern und Schülern
in Fachwissen (Gesetze, Verordnungen), Rhetorik (Sprachgewandtheit,
Ausdrucksform), Finanzkraft (Gerichtsverfahren über
alle Instanzen) und souveränem bis hin zu obrigkeitsstaatlichem
Auftreten als weitaus überlegen. Ganz besonders
jene Mitbürger, deren Muttersprache eine andere
ist als deutsch, sind mehrheitlich kaum in der Lage,
ihre berechtigten Interessen alleine zu vertreten und
gesetzliche Rechte wahrzunehmen. Von Sonntagsreden über
„Integration” fühlen sie sich mit Recht
verhöhnt. Dasselbe gilt für bildungsferne
Bevölkerungsschichten. Anliegen und Bitten werden
allzu oft von Schule, Lehrern oder Schulaufsicht abgewiesen,
erkennbare Missstände und Ungerechtigkeiten nicht
behoben und weitere Hilfestellung nur selten gewährt.
Was in den staatlichen Schulen
der deutschen Bundesländer vor sich geht, bleibt
den Blicken der Öffentlichkeit weitgehend verborgen.
Dies ist berechtigt, soweit es die Wahrung der Privatsphäre
von Schülern, Eltern und Lehrern, Persönlichkeits-
und Beamtenrechte betrifft. Doch leider werden unter
diesem Schutzschild auch nahezu alle übrigen schulischen
Belange der Transparenz entzogen, womit sich Missstände
jeglicher Art verbergen lassen.
Das Konfliktmanagement des hierarchie-
und weisungsgebundenen staatlichen Schulsystems in Deutschland
befindet sich schon seit Jahrzehnten in einem Zustand
chaotischer Konfusion. Es spiegelt vor allem persönliche
Grundeinstellungen, Arbeitsweisen und Willkür der
dort arbeitenden Bediensteten wider – und diese
sind sehr unterschiedlich! Für Reformen fehlt jeglicher
Anreiz und vor allem der notwendige Druck. Beschwerden
bei Schulleitern, Schulämtern oder Kultusministerien
über schulische Missstände sind in der Regel
erfolglos. Von den Betroffenen nicht einsehbare Erklärungen
und Ausreden dienen allzu häufig als alleinige
Grundlage für die Zurückweisung von Vorwürfen,
wobei sich Aufsichtsbehörden meist monatelang Zeit
lassen und allzu oft auf klärende Nachforschungen
verzichten – eine bedenkenswerte Vorgehensweise,
die sich wiederum der Transparenz entzieht.
Die Folge sind immer häufiger
als unakzeptabel und unverständlich empfundene
Entscheidungen der Schulaufsicht, die den Ansprüchen
des menschlichen Miteinanders entgegenzustehen scheinen.
Betroffene Schüler, Eltern und Lehrer fühlen
sich machtlos, weil die Möglichkeiten rechtlicher
Mittel bei schulischen Angelegenheiten äußerst
begrenzt sind. Ohne Fachkenntnisse in Schulrecht und
Verwaltung fühlen sie sich hilflos und von den
– in einer Schule zeitnah zu lösenden –
Problemen überfordert.
Schulkritik!
Um die Position von Schülern
und Eltern zu stärken, wurde „Schulkritik”
(gemeinnütziger Verein, Internet-Portal, Zeitschrift)
gegründet. Dessen Konzept bewährte sich in
den letzten Monaten als starkes „Macht- und Druckmittel”
vor allem in jenen Fällen, bei denen alle vorherigen
Bemühungen vergeblich waren.
Doch auch die Lehrer selbst sind
vielfach unverständlichen Zwängen und unnötigen
Belastungen ausgesetzt. Schulkritik wurde von Pädagogen
mitbegründet und kümmert sich ebenso um Verbesserungen
in deren Arbeitsbereich. Lehrer zählen –
obwohl sie aus dienstlichen Gründen nicht öffentlich
auftreten können und wollen – zu den wichtigsten
Mitwirkenden und Informanten: ein Beitrag zur Qualitätssicherung
von Schulkritik!
Die bisherigen Erfahrungen zeigen,
dass selbst in schwierigen Fällen der Dialog auf
gleicher Gesprächsebene noch eher als die streitige
Auseinandersetzung zu befriedigenden Ergebnissen führt
– doch fast immer erst nach Einschaltung von Schulkritik
und auch hier nur deshalb, weil Schulkritik in Wartestellung
verharrt und Sanktionen drohen – Eine durchaus
erfreuliche Perspektive: Der auf Schulen und Schulaufsicht
lastende Druck führt wohl langfristig dazu, dass
immer häufiger auf ein Einschreiten von Schulkritik
verzichtet werden kann – nicht jedoch auf Schulkritik!
pdf
/ 09.11.09 |
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Das Interesse
an Schulkritik übertraf schon in den ersten Monaten
sämtliche Erwartungen.
Dies erfordert
einige Änderungen:
- Überarbeitung
des Schulkritik-Portals. Aufgrund des großen
Interesses ist der bisherige Internet-Auftritt in
technischer Hinsicht den Anforderungen nicht mehr
gewachsen. Die Websites werden derzeit in eine Datenbank
übertragen und für leistungsfähige
Server umprogrammiert. Bis dahin sind die
bisher vorhandenen Seiten weiterhin erreichbar,
werden jedoch zur Zeit nicht mehr gewartet oder ergänzt.
- Das
bewährte Konzept wird beibehalten, jedoch auf
Grund bisheriger Erfahrungen verbessert und erweitert.
- Schulkritik
– demnächst in allen Bundesländern.
www.schulkritik.com
Künftige
Arbeitsweise:
Bei Problemen
und Konflikten im Schulbereich werden zunächst
die Möglichkeiten einer schnellen und unbürokratischen
Lösung angestrebt, möglichst im Einvernehmen
mit der Schule oder den zuständigen Aufsichtsbehörden.
Führen
diese Bemühungen nicht zum Ziel (z. B. keine Übereinstimmung,
verhärtete Fronten, Ungerechtigkeiten, unakzeptable
Abweisung), wird Schulkritik eingeschaltet. Dessen Möglichkeiten
und Druckmittel stärken die Position betroffener
Schüler, Eltern und Lehrer.
Schulen,
Behörden und Politiker sind spätestens jetzt
gezwungen, die betreffende Angelegenheit ernst zu nehmen,
ihre Entscheidungen zu überdenken, nachvollziehbar
zu begründen und öffentlich zu rechtfertigen.
Das Bildungssystem erhält dadurch erstmals jene
Transparenz, die Verbesserungen ermöglicht.
Es zeigte
sich, daß die Kooperation mit „Schulkritik”
in vielen Fällen ausreicht, Konflikte schnell und
ohne weitere Eskalation zu beenden. Mittlerweile gibt
es zahlreiche Beispiele, dass alleine der Respekt vor
dem Konzept von Schulkritik zu einer freundlicheren,
gründlicheren und schnelleren Arbeitsweise der
Schulbehörden und Schulaufsicht führte.
Und sehr
viel mehr ist vielfach gar nicht notwendig!
www.dialog-in-bildung.de
www.schulkritik.de
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